| Südamerika 2010 //

 

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was verzählen...


Ein bißchen können auch wir (Monika 36 & Christian 38) von unseren Reisen "verzählen" - Jeder von uns beiden hat das ein oder andere  von dieser Welt schon gesehen und diverse Europa-Touren und auch Übersee-Reisen gemacht. Ob verregnetes London, künstlerisches Amsterdam, hippes Ibiza, mondänes Monaco, Mailland, Paris, Stockholm, Helsinki, Barcelona, Vancouver, Buenos Aires, Lima oder auch einfach mal entlang der Donau (Wien, Budapest, Belgrad...)  standen und stehen regelmäßig auf unserem Reiseplan.

 

 

Doch wie sieht das Reisen aus, wenn man "plötzlich" Eltern von Zwillingen wird und nicht wie geplant von einem kleinen pflegeleichten Würmchen?

Heißt das nur noch Rügen? Ostsee oder Nordsee? Oder gar nur noch kurz ins Sauerland?

Von wegen! Als erstes einmal die Zwillinge in die Tragesäcke & Buggys und ab nach New York! So haben wir´s 2006 mit Emma und Meo - damals 1 Jahr alt - gemacht. Alles eine Frage der Organisation und netter Stewardessen, die die fast 9 Stunden Flug wesentlich erleichtert und verkürzt haben durch hingebungsvolles Betüdeln der beiden.

Also wenn New York geht, dann geht doch auch eine andere Stadt, ein anderes Land haben wir uns gesagt. Hmmm... wie wäre es also mal mit Südamerika? Auf jeden Fall sollte das nächste Abenteuer nach New York weiter weg sein und viel, viel aufregender...


Aber, wie reist man am besten mit Zwillingen nach Südamerika?

 

Buggys und Tragesäcke geht schon lange nicht mehr. Also muß eine andere Variante gefunden werden. Rucksackreisen ,so wie wir es früher gemacht haben, geht auch nicht wirklich...Bus und Bahn - zu stressig. Wie wäre es dann mit dem eigenen Auto durch Südamerika? Schon besser! Zur Auswahl stehen zwei Autos. Unser Volvo Amazon Baujahr 1966 oder aber unser PT Cruiser Baujahr 2006.

Aber jetzt mal ehrlich - mit einem 66ziger Volvo Amazon durch Südamerika? Klingt ja eigentlich auch sehr, sehr verlockend, aber wir haben unsere alte Dame erst vor einiger Zeit restauriert und ihr automobiles Gnadenbrot soll sie schon noch auf deutschen Strassen erleben und sich nicht auf ihre letzten Tage durch Südamerika mit 4 Leuten und jede Menge Gepäck quälen müssen. Also ein klares Nein für den Amazon.

Und mit dem PT will ich ehrlich gesagt nicht wirklich durch Patagonien cruisen.

Es muß also ein passendes "Südamerika-Mobil" her. Und die Wahl fiel relativ schnell auf den Land Rover Defender. Weil Monika schon immer  so ein "Auto" haben wollte. Traktor würde wohl eher zutreffen ;)

Ok, machten wir also mal eine Probefahrt beim Land Rover Händler um die Ecke. Gesagt getan. Aber erstes Fazit war niederschmetternd für mich.


"Nee, geht gar nicht!"

 

Ich - 1,96m groß - kaum Platz - mein linker Ellenbogen kurz davor, die Seitenscheibe einzuschlagen, um sich ein wenig Platz zu verschaffen - und obwohl Sitz ganz hinten, scheuert das Lenkrad immer noch an den Oberschenkeln! Mann, Mann, Mann... und damit durch Südamerika? JA!

Denn wenn Du Platz brauchst, fahr mit der Strassenbahn. Und wenn Du es bequem haben willst, setz dich auf´s Sofa. Aber wenn es ein Abenteuer werden soll - so´n richtiges - dann kauf ihn dir. Das haben wir uns gesagt und getan.

 

Wir haben uns tatsächlich einen Land Rover Defender 110 SW TD5 gekauft und damit unseren Entschuß definitiv gefaßt, eine wahrlich abenteuerliche Reise quer durch Südamerika zu machen.

Auf diesen Seiten wollen wir von dieser Reise berichten. All denen, die sich dafür interessieren, in denen vielleicht derselbe Traum schlummert und die keine Lust auf´s Sauerland haben  - noch nicht ;-)


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